Die Überwachung des Umfelds durch Flechten

Zusätzlich zu den Kontrollen der Luftqualität wird eine langfristige Kontrolle durchgeführt, indem eine Technik der Bio-Überwachung benutzt wird: die Lichenologie.
Mit dieser Technik wird der Gehalt in den Flechten an umweltverschmutzenden Substanzen, die sich im Umfeld befinden, getestet und überwacht. Aufgrund ihrer langen Lebenszeit und den Besonderheiten ihrer Entwicklung (sie entwickeln sich lediglich dank und ernähren sich lediglich von den Luftpartikeln), sind die Flechten wunderbare Bio-Indikatoren.
Sie sind sensibel, präzise und reagieren schnell auf eine Änderung ihres Umfelds. Sie ermöglichen die Bewertung der Auswirkungen der Luftqualität über lange Zeiträume.

Jedes Jahr führt ein spezialisiertes Forschungsbüro Stichproben und Messungen an fünf Stationen in einem Umkreis zwischen 1,4 und 5,7 km des Standorts Sénerval in Frankreich sowie auch in Deutschland durch. Diese Stationen wurden gemäß einer Ausbreitungsstudie, die insbesondere die Ausbreitungsrechnung der Auswirkungen der Ausstöße des Werks umfasst, festgelegt.
Die durchgeführten Analysen betreffen die Suche nach repräsentativen Parametern für die Tätigkeiten des Standorts wie Dioxine/Furane und Schwermetalle.
Die Ergebnisse bestätigen seit mehreren Jahren, dass es keine Auswirkungen aufgrund der Tätigkeiten von Sénerval gibt.

Trotz der vorübergehenden Einstellung der Abfallbehandlung durch Verbrennung wurde das Programm zur Überwachung der Immissionen aufrechterhalten, damit Referenzangaben zur Qualität der Umgebungsluft zur Verfügung stehen, wenn keinerlei durch den Werksbetrieb bedingte Emission erfolgt.
Diese Überwachung wurde von der Firma Cabinet Biomonitor durchgeführt. Sie zeigte, dass die Ergebnisse im Vergleich zu den Vorjahren stabil sind. Damit werden die Schlussfolgerungen aus den vorherigen Surveys bekräftigt, nämlich, dass es keinen Einfluss der Betriebstätigkeit von Sénerval auf die Umgebung gibt.

Mehr dazu: Überwachung der Luftemissionen