Einlagerung und Konservierung der Anlagen und Ausrüstungen

Durch die Asbestsanierung wurde das Werk für lange Zeit stillgesetzt. Aus diesem Grund musste ein umfangreiches Programm der Einlagerung und Konservierung der Anlagen (cocooning) mit folgenden Zielen durchgeführt werden:

  • Aufrechterhaltung des ursprünglichen Zustands der Ausrüstungen sowie.
  • Wiederanfahren unter bestmöglichen Bedingungen.

Diese Arbeiten wurden zum Teil von Fachunternehmen durchgeführt. Das Programm beinhaltete mehrere Arten von Anlagen, darunter einige innerhalb und einige außerhalb des Standorts.

Cocooning der Verteilernetze für Dampf und Wärme:

  • Die internen Leitungen (Dämpfe/Kondensate) und druckbeaufschlagten Ausrüstungen wurden zunächst entleert, dann gereinigt und kontrolliert. Danach wurden sie in zwei Durchgängen (zunächst Niederdruck-, dann Hochdruck-Trocknung) getrocknet, damit möglichst wenig Restfeuchte verbleibt und somit jeglichem Korrosionsrisiko vorgebeugt wird. Danach wurden die meisten Leitungen mit trockener Druckluft konserviert.
  • Das 12,3 km lange Fernwärmenetz wurde einer hoch technisierten Konservierung unterzogen. In einer ersten Phase erfolgte eine Behandlung mit Wasser, um jedwede Ablagerung und Korrosion zu vermeiden. Dann wurde eine Wasserzirkulation mit geringem Durchsatz installiert. Seither werden dort regelmäßige Kontrollen der Wasserqualität vorgenommen.
  • Die Dampfnetze, aus denen die Unternehmen LCS, Sil Fala und Punch mit Wärme versorgt werden, wurden einer Trocknung unterzogen und danach mit trockener Druckluft konserviert.

Cocooning der elektrischen Anlagen:

  • Die Hoch- und Niederspannungsanlagen verblieben in der Mehrzahl unter Spannung.
  • Die HS-Transformatoren wurden abgeschaltet und konserviert.
  • Der Generator GTA 2 (mit dem Strom erzeugt werden kann) wurde demontiert, in der Werkstatt begutachtet, dann in Kisten eingelagert und wartet nunmehr auf die Remontage. Diese Einlagerung erfolgte nach strengen Vorschriften (Feuchtigkeitsmessungen).

Cocooning der Rauchgasbehandlungsanlagen:

  • Alle Komponenten wurden entleert und gereinigt.
  • Einige Elemente wurden demontiert und in Erwartung ihrer Remontage eingelagert.

Cocooning der Wasseraufbereitungsanlagen im Werk (Prozesswasser):

  • Alle Komponenten wurden gereinigt, danach wurden an den Teilen der Motorisierung Konservierungsmaßnahmen ergriffen.
  • Das System zur Überwachung und Kontrolle der Einleitungen blieb hingegen in Betrieb.

Zusätzlich gelangten Mittel zur Regelung der Innentemperatur in den Räumen zum Einsatz. Diese Maßnahmen begannen Ende 2016.
Am Ende der Asbestsanierung werden die Ausrüstungen vor ihrer Wiederinbetriebnahme im Werk wieder entkonserviert.