Asbestsanierung der Anlage zur Energierückgewinnung (UVE de Strasbourg)

Das Vorhandensein von Asbest in den Ofen- und Kesselanlagen wurde im Jahr 2014 festgestellt. Dadurch wurden die Betriebsbedingungen des Werks entscheidend beeinflusst. Es mussten umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt werden.
In der ersten Etappe dieser Arbeiten an den Ofen- und Kessel-Linien 3 und 4 sollte die Abfallbehandlung teilweise aufrechterhalten werden.
Im Zuge der Arbeiten stellte sich allerdings heraus, dass weit mehr asbestverseuchte Materialien als anfänglich vermutet vorhanden waren. Die Eurométropole und Sénerval stellten also intensivere Untersuchungen an, um die technischen Lösungen und deren Durchführungsbedingungen herauszuarbeiten, mit denen das Werk von Asbest befreit werden sollte. Ausgehend von den Schlussfolgerungen der Sachverständigen konnten das Arbeitsprogramm und die Durchführungsbedingungen neu definiert werden.

Am 3. Juni 2016 wurde vom Gemeindeverbandsrat der Eurométropole das Szenario der Betriebsaussetzung für den Zeitraum der Realisierung der Arbeiten beschlossen. Die Verbrennung wurde somit am 3. September 2016 eingestellt.
Dieses Programm wird von der Eurométropole und Sénerval gemeinsam durchgeführt. Es beinhaltet zudem die Einlagerung bestimmter Prozesskomponenten, auch „cocooning“ genannt.

Arbeitsziele

Die Eurométropole erarbeitete ein Programm zur Asbestsanierung mit folgendem Inhalt:

  • Entstaubung aller Bereiche und Ausrüstungen des Werks,
  • Ausbau aller Materialien, die entweder im Werksbetrieb oder im Zuge von Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an den Ausrüstungen Asbest freisetzen können,
  • vorsorglicher Ausbau aller Materialien, die feuerfeste Keramikfasern enthalten (laut Vorschriften zum Diagnosezeitpunkt nicht untersagt),
  • Behandlung aller nicht dekontaminationsfähigen Materialien, die nicht ausgebaut werden können (Reinigungsarbeiten usw.).

Diese Arbeiten wurden von externen Dienstleistern durchgeführt und im Rahmen der Vorschriften in Unteranschnitt 3 organisiert.

Nach mehrmonatiger Bauzeit wurde das Ziel erreicht, und die Effizienz der Arbeiten konnte festgestellt werden. Mit den Analysen der Luftqualität vom 30. April und 4. Mai 2018 wurde nämlich bestätigt, dass 0 Fasern gezählt wurden und eine Konzentration unter 0,9 Fasern/Liter (analytische Grenze) vorhanden war. Das sind Ergebnisse weit über den im französischen Gesetz über das Gesundheitswesen festgelegten Schwellenwerten von 5 Fasern/Liter.

Arbeitsphasen

Diese Asbestsanierung, die seit 2015 durchgeführt wird, beinhaltet die Behandlung innerhalb des Werks (einschließlich der Fassaden) und den Wiederaufbau der Kessel an den Linien 1 bis 3 (Linie 4 wurde endgültig stillgelegt, um der schrittweisen Reduzierung der zu behandelnden Haushaltsabfälle Rechnung zu tragen).
Die Arbeiten wurden in drei Phasen unterteilt:

  • Phase 1, realisiert von Sénerval: Behandlung und Abbau der Kessel und Prozesskomponenten,
  • Phase 2, realisiert von der Eurométropole de Strasbourg: Ausbau der Kabel und elektrischen Ausrüstungen, Entstaubung der Halle, Abbau der Fassaden,
  • Phase 3, realisiert von der Eurométropole und Sénerval als Bauherrengemeinschaft: Neuverkabelung der elektrischen und technologischen Ausrüstungen, Wiederaufbau der Kessel, Anbringen neuer Fassaden und Wiederinbetriebnahme.

Zur Durchführung dieser Arbeiten wurde die Müllverbrennung innerhalb des Werks im September 2016 eingestellt. Parallel dazu wurde ein Programm zur Einlagerung und Konservierung der Ausrüstungen im Werk (cocooning) erarbeitet und durchgeführt.

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