Die Abfallwirtschaft während der Arbeiten

Die verringerte Behandlungskapazität des Werks hat Sénerval dazu gebracht, im Einverständnis mit den Services der Eurométropole, neue Anlagen für die Abfallwirtschaft der Gebietskörperschaft zu finden und somit die ununterbrochene Abfallwirtschaft zu gewährleisten.

Organisation Der Abfallumleitung

Da das Werk während der Realisierung von Phase 2 der Arbeiten nicht zugänglich war, wurde für das Management der Abfallumleitung eine gesonderte Halle eingerichtet.
Diese gelangt nur vorübergehend zum Einsatz und wurde auf der Plattform zur Schlackeverwertung errichtet. Sie hat eine Gesamtfläche von etwa 3.000 m² und wurde im Juli 2017 in Betrieb genommen.
Die Sammelfahrzeuge entladen ihre Fracht in dieser Halle. Sie wird dann wieder aufgenommen und mit Frontladern in Schubboden-Auflieger mit hoher Aufnahmekapazität verbracht. Täglich stehen etwa 35 Auflieger für den Abtransport der Abfälle zu den ausgewählten Ausweichanlagen zur Verfügung. Wöchentlich ergibt dies ein Abfallvolumen von mehr als 3.500 Tonnen.
Das Gebäude wurde mit speziellen Ausrüstungen zur Geruchs- und Staubbehandlung sowie mit einem Brandschutznetz ausgestattet.
Darüber hinaus wurde ein System zum Auffangen des Regenwassers und des von den Abfällen herstammenden Ablaufwassers installiert. Diese Wässer werden in eigens dafür vorgesehenen Behältern gesammelt und dann in das Kanalisationsnetz der Eurométropole eingeleitet.
Dazu existiert ein ergänzender Präfektoralerlass vom 27. Februar 2017.

Ausweichanlagen

Im Vorfeld der Aussetzung der Betriebstätigkeit wurde eine Ausschreibung auf europäischer Ebene gestartet, um Ausweichanlagen ausfindig zu machen, die das Abfallmanagement während der Sanierungsarbeiten übernehmen können.
Der Vorzug wurde dabei Standorten gegeben, an denen eine energetische Verwertung der Haushaltsabfälle stattfindet und an denen Sperrmüll sortiert und als Material verwertet werden kann.
Angesichts der jährlich umzuleitenden Abfallmengen (zur Erinnerung: in 2017 etwa 186.000 t) wurden für die energetische Verwertung 16 Hauptanlagen und 10 Nebenanlagen ausgewählt. Die dort behandelten Abfallvolumen sind unterschiedlich und hängen von den jeweils noch freien Behandlungskapazitäten und den technischen Stillständen in diesen Anlagen ab.
Zusätzlich wurde für den Ausnahmefall auch ein Standort ausgewählt, an dem Abfälle vergraben werden dürfen, sofern punktuell Engpässe in den Verwertungsanlagen auftreten sollten.
Diese Ausweichanlagen entsprechen den von der Eurométropole de Strasbourg festgelegten Verwertungszielen. Danach wurden 2017 fast 90 % der Restabfälle aus Haushalten verwertet (der Rest wurde vergraben). Der gesamte Sperrmüll wurde in Sortier- und Verwertungsanlagen geleitet.

Ausgewählte Ausweichanlagen zur energetischen Verwertung der Abfälle

Rückverfolgbarkeit

In enger Zusammenarbeit mit den Dienststellen der Eurométropole wird eine strenge Kontrolle der umgeleiteten Abfallströme und der diversen Ausweichanlagen vorgenommen.
Dadurch kann das Abfallmanagement in Abhängigkeit vom Bedarf des Gemeindeverbands ausgelegt werden. Der Abfallstrom kann aber auch verfolgt werden, und zwar von der Übernahme am Standort Sénerval bis zur tatsächlichen Behandlung an den diversen Ausweichorten, wozu als Nachweis die Abfallkontrollscheine (BSD) dienen.
Zudem kann gewährleistet werden, dass die einzelnen Ausweichanlagen mit den bestehenden Vorschriften konform sind.

An die Dienstellen der Eurométropole und der Regionaldirektion DREAL wird regelmäßig Bericht erstattet.