Asbestsanierung im Werk – Ziele erreicht

Die im August 2017 im Werk begonnene Asbestsanierung ist nunmehr abgeschlossen. Bauherrin war der Gemeindeverband Eurométropole de Strasbourg. Nach langen arbeitsreichen Monaten wurde die Effizienz der Sanierung durch Analysen der Luftqualität bestätigt. Die Ziele „0 gezählte Fasern“ sowie eine in der Luft gemessene Konzentration unterhalb der analytischen Detektionsschwellen wurden erreicht.
Sénerval tritt so in eine neue Phase der Firmengeschichte ein, die nunmehr dem Wiederaufbau gewidmet ist, um in einigen Monaten eine Wiederaufnahme der Tätigkeit an diesem Standort zu ermöglichen, der für die Abfallverwertung und Energieerzeugung bestimmt ist.

Die seit mehr als einem Jahr durchgeführten Arbeiten waren sowohl von ihrem Umfang als auch von den Anforderungen der Eurométropole her einzigartig und gestatteten, alle Ausrüstungen des Werks von Asbest zu befreien.
Die Arbeiten wurden im Rahmen eines leistungsorientierten öffentlichen Auftrags organisiert und von speziell befähigten und qualifizierten Dienstleistern durchgeführt. Die Eurométropole hatte darin die zu erreichenden Ziele festgelegt. Aufgabe der Bieter war es dann, die dazu erforderlichen Mittel und Methoden zu definieren.
Nach mehreren Wochen, die zur Analyse und Prüfung der Angebote erforderlich waren, wurde das Arbeitsprogramm erstellt.

Ziel: Beseitigung der Emissionsquellen, Entstaubung nicht asbesthaltiger Elemente, an denen sich aber Asbeststaub befinden kann, sowie Ersatz nicht dekontaminationsfähiger Elemente, um letztlich eine Qualität der Umgebungsluft in Übereinstimmung mit den Vorgaben des französischen Arbeitsgesetzbuchs zwecks Gewährleistung der Sicherheit des Personals und Dritter garantieren zu können.

Gemäß den speziellen Vorschriften im Zusammenhang mit Asbest wurden alle Arbeiten in einem geschlossenen Raum mit Systemen zum Abzug und zur Behandlung der Umgebungsluft ausgeführt. Das Werk wurde dazu mit einer riesigen Plane von über 4.500 m² abgedeckt.
Parallel dazu wurden weitere Sondermaßnahmen ergriffen. So wurden Schleusen gebaut, um in das Werksinnere zu gelangen. Es wurden Einheiten zur Dekontamination der Arbeitsausführenden auf der Baustelle errichtet und es erfolgte ein besonderes Abfallmanagement.

Die für diese Art von Arbeiten speziell geschulten Arbeiter begannen also mit ihrer mühevollen Arbeit:

  • Reinigung potenziell kontaminierter oder nicht dekontaminationsfähiger Komponenten wie Elektroinstallationen (Schalttafeln, Schaltkästen, Kabel, Geräte und Automaten), Pumpen, Wärmedämmung usw.,
  • Entleerung der Schlackekanäle und Rinnen,
  • Entfernung aller Materialien, die bei normalem Werksbetrieb oder im Zuge laufender Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten Asbestfasern freisetzen können (emissive Materialien),
  • Abwaschen der Decken, Wände, Stahlkonstruktionen und Böden, gefolgt von einer letzten Entstaubung der Ofen- und Kesselhalle,
  • Anstrich aller porösen Materialien (Hohlblocksteine, Unterseiten von Platten usw.),
  • Behandlung der Werksfassaden mit Entfernung aller asbestverseuchten Verkleidungen sowie aller asbestverseuchten Fenster und Türen im Außenbereich.

Mit den nach Durchführung der Arbeiten (am 30. April und 4. Mai 2018) vorgenommenen Analysen der Luftqualität konnte bestätigt werden, dass die Ziele (0 gezählte Fasern und Konzentration unter 0,9 Fasern/Liter (analytische Grenze)) erreicht wurden.
Somit wurden die Tätigkeiten unter Bedingungen fortgesetzt, die im französischen Arbeitsgesetzbuch als „außerhalb des Asbestbereichs“ qualifiziert werden, das heißt die keine besonderen Maßnahmen zum Schutz des Personals erfordern.

Durch die Asbestsanierung im Werk bestand keinerlei Zugang zu den Anlagen. So wurde auf der Schlackeplattform eine Übergaberampe mit einer Fläche von etwa 3.000 m² zur Umleitung der Abfälle errichtet. Sie wurde im Juli 2017 in Betrieb genommen. Fast 3.500 Tonnen Abfälle wurden jede Woche zu den von der Eurométropole anhand des Verwertungskriteriums ausgewählten Ausweichanlagen umgeleitet.

Und schließlich wurde parallel dazu die Einlagerung (cocooning) der Anlagen, die der Konservierung der Ausrüstungen dient, fortgesetzt.

Die dem Wiederaufbau des Werks gewidmete letzte Phase der Arbeiten konnte somit gelassen angegangen werden.

SCHLÜSSELZAHLEN

  • 4.500 m2 dichte Abgrenzungen vor Ort installiert,
  • Luftabzugsvorrichtung: 200.000 m3/h,
  • Ausgebaute Elemente:
    • 100 km Elektrokabel,
    • 7 km Wärmedämmung an Rohrleitungen,
    • 1.600 m² Wärmedämmung an ebenen Flächen.